NETRINDmobil: Herdenmanagement direkt im Stall – jetzt als neue PWA

NETRINDmobil steht ab sofort als neue PWA-Anwendung zur Verfügung. Damit können Milchviehbetriebe ihr Herdenmanagement schnell, einfach und direkt dort erledigen, wo die Daten entstehen: im Stall.

Die neue Anwendung kann auf Mobilgeräten mit Android und iOS sowie am PC genutzt werden. Damit ist NETRINDmobil besonders interessant für Betriebe, die die Anwendung bisher nicht auf iPhone oder iPad nutzen konnten. Gleichzeitig steigen bisherige Nutzer der NETRINDmobil-App auf die neue PWA-Anwendung um.

Mit NETRINDmobil haben Sie aktuelle Betriebs- und Tierdaten in wenigen Klicks im Blick und können Erfassungen in Sekundenschnelle vornehmen.

Nähere Infos hier.

Hitzestress bei Kühen – Das unterschätzte Risiko im Stall

Der Sommer bringt nicht nur Sonne, sondern auch ernsthafte Herausforderungen für die Milchviehhaltung. Ein oft unterschätztes Problem ist der Hitzestress bei Kühen – ein Zustand, der sich schleichend entwickelt, aber massive Auswirkungen auf Tiergesundheit, Milchleistung und das gesamte Herdenmanagement haben kann.

Warum Hitzestress in der Milchviehhaltung so gefährlich ist

Schon bei moderaten Temperaturen ab 20 °C in Verbindung mit hoher Luftfeuchtigkeit geraten Milchkühe unter thermischen Stress. Da Kühe kaum schwitzen können, reagieren sie auf Hitze mit einer erhöhten Atemfrequenz. Oft stehen sie lieber, als dass sie liegen – ein erstes Warnsignal.

Spätestens wenn die Futteraufnahme sinkt und die Tiere dem Melkroboter fernbleiben, ist klar: Der Hitzestress ist massiv und wirkt sich direkt auf die Produktivität und das Wohlbefinden der Tiere aus.

Mögliche Folgen von Hitzestress:

  • Reduzierte Futteraufnahme

  • Rückgang der Milchleistung

  • Schwächung des Immunsystems

  • Höheres Risiko für Stoffwechselstörungen

  • Fruchtbarkeitsprobleme

Praxistipps: Was hilft gegen Hitzestress im Stall?

Damit Kühe auch bei hohen Temperaturen gesund und leistungsfähig bleiben, sind gezielte Maßnahmen im Stallmanagement erforderlich. Folgende Punkte sind besonders wichtig:

1. Ausreichend Wasser bereitstellen

Wasser ist der wichtigste Faktor bei Hitze. Sauberes und frisches Wasser muss rund um die Uhr in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. An sehr heißen Tagen kann eine Milchkuh bis zu 150 Liter Wasser benötigen. Alle Tränken regelmäßig auf Funktion und Sauberkeit prüfen.

2. Fütterung anpassen

Hitze drückt auf den Appetit. Daher empfiehlt es sich, die Fütterung in die kühleren Tageszeiten zu legen – etwa früh morgens und abends. Durch das Einmischen von Wasser in die Ration lässt sich die Schmackhaftigkeit verbessern und die Futteraufnahme steigern. Zudem verderben feuchte Rationen bei Hitze weniger schnell, wenn sie frisch angerichtet werden.

3. Luftzirkulation verbessern

Eine gute Belüftung ist entscheidend für ein angenehmes Stallklima. Ventilatoren sollten bereits ab etwa 20 °C laufen und für stetige Luftbewegung sorgen. Sprühkühlung (z. B. über Sprinkler) kann zusätzlich helfen – wichtig ist, dass die Systeme bis spät in die Nacht aktiv bleiben, mindestens bis 1 oder 2 Uhr morgens. Viele Betriebe schalten zu früh ab, obwohl die nächtliche Abkühlung entscheidend für die Erholung der Tiere ist.

4. Auch Trockensteher und Frischabkalber berücksichtigen

Diese Tiergruppen geraten bei Hitze schnell aus dem Fokus, obwohl sie besonders empfindlich reagieren. In Strohbuchten kann sich die Hitze stauen – das Stroh wird zum Wärmepolster. Wenn diese Kühe nicht mehr liegen wollen, ist das ein klares Warnsignal. Auch hier gilt: für gute Belüftung sorgen und wenn möglich kühle Rückzugsbereiche schaffen.

Fazit: Frühzeitiges Handeln schützt Tierwohl und Leistung

Wer seine Kühe regelmäßig beobachtet, erkennt Hitzestress frühzeitig. Schon kleine Anzeichen wie schnellere Atmung oder verändertes Liegeverhalten sollten ernst genommen werden. Mit gezielten Maßnahmen lassen sich die Auswirkungen deutlich reduzieren – zum Wohle der Tiere und der Wirtschaftlichkeit des Betriebs.

Blauzungenvirus: Unterstützung durch Trächtigkeitsuntersuchung während der Milchkontrolle

Das Blauzungenvirus (BTV3) sorgt aktuell in vielen Milchviehbetrieben für Unsicherheit. Das Virus betrifft Wiederkäuer und kann schwerwiegende Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere haben. Gerade in dieser herausfordernden Zeit ist es besonders wichtig, den Trächtigkeitsstatus der Herde im Blick zu behalten.

Um euch in dieser Situation zu unterstützen, bieten wir vom Landeskontrollverband Niedersachsen (LKV) die Möglichkeit, für eine Milchkontrolle eine Trächtigkeitsuntersuchung (TU) zum vergünstigten Preis durchzuführen. 

Besondere Aktion während der Blauzungenkrankheit

Aufgrund der aktuellen Lage rund um das Blauzungenvirus bieten wir die TU einmalig zu einem vergünstigten Preis von 4,95 € pro Probe an. Diese Preisreduktion gilt ausschließlich für den nächsten Milchkontrolltermin und soll Betriebe in dieser schwierigen Zeit entlasten.

Kontaktieren Sie uns:

Telefon: 04231/9895-31 (Elbe-Weser), 05037/3012-46 (Mittelweser), 0491/92809-46 (Weser-Ems)

Jetzt neu: Ketose-Check aus der Milchkontrolle

Wie findet man eine Kuh mit subklinischer Ketose?

Ein frühzeitiges Erkennen und Vorbeugen der „unsichtbar Kranken“ ist wichtig, denn die Ketose ist eine typische Stoffwechselerkrankung der Milchkühe. Sie tritt am Anfang der Laktation auf und hat Fruchtbarkeitsstörungen, Abwehrschwäche sowie eine verminderte Milchleistung zur Folge.

Ab sofort bietet der LKV Niedersachsen einen monatlichen Herdenüberblick mit dem neuen LKV Ketose-Check aus Milch.

Über den Button Kunden-Login oben rechts auf dieser Seite können Sie Analyseergebnisse und Auswertungen zur Ketose-Situation Ihrer Herde einsehen.

Dieses neue Angebot basiert auf einer innovativen Projektarbeit unter Leitung unserer Tierärztin Dr. Anke van Ohlen. Für noch mehr Informationen verteilen wir auf allen Höfen in Niedersachsen nach unserem Sommerurlaub einen ausführlichen Leitfaden, den Sie im Downloadbereich schon jetzt finden.

Mitgliedsbetriebe des MKV Elbe-Weser müssen sich noch etwas gedulden, bis sie den Ketose-Check nutzen können, da die entsprechende Analytik in Verden erst seit kurzem möglich ist.